Mädchen tragen rosa, Jungs tragen blau? Woher kommen solche Modestereotypen und welchen Einfluss haben sie auf die Konstruktion von Geschlecht? Die Ausstellung präsentierte Positionen von Modedesigner*innen, die über die Kategorien von Mann und Frau hinausdenken. Studienprojekt des Master Art Education Curatorial Studies der Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit dem Museum für Gestaltung Zürich
ANTWORTEN AUF DEN KLIMAWANDEL 11-12/2020 St. Anna Kapelle Zürich
Die Berührungspunkte der westlichen Gesellschaft mit der Klimakrise scheinen abgestumpft: Sensationelle Schlagzeilen mit handgepickten Zitaten aus der Forschung, widersprüchliche Informationen in sozialen Medien, oberflächliche – und oft zynische – Versprechen von Unternehmen, um Aufmerksamkeit heischende Demonstrationen, Nachrichten über Naturkatastrophen an weit entfernten Orten. Während einige die Dringlichkeit der Krise aufzeigen, können andere entmutigend und lähmend wirken. Antworten auf den Klimawandel liess das Publikum in eine Installation aus umfassender Klimaforschung und einzigartiger Kunst eintauchen. Widmung an Prof. Konrad Steffen, dem renommierten Glaziologen, der im Sommer 2020 auf dem grönländischen Eisschild ums Leben kam.
mit Kaspar König & Lydia Zimmermann, Andreas Greiner & Stefan Diller, MÒN, Lydia Moyer, Fernando Aranda, Chris Wilmott, Sige Nagels
Unser lineares Verständnis von Zeit und Raum, von Anfang und Ende allen Lebens, durchdringt die Welt, den Einsatz ihrer Ressourcen und unser Leben. Unser Streben nach Ordnung und Kontrolle hat alles Lebende und Nichtlebende der scheinbaren Logik des unendlichen Wachstums unterworfen. Wo findet in diesem Denken Nachhaltigkeit ihren Platz? Die Ausstellung “Momentaufnahmen der Unendlichkeit” ist eine kreative Studie, die auf ein neues Verständnis von Nachhaltigkeit abzielt: Die ausgestellten Werke regen zum Nachdenken über die Auswirkungen unserer gegenwärtigen Handlungen an, sie sprechen über Symbiosen, über Migration, Landschaften, Naturwissenschaften, den Naturbegriff und den Platz der Menschen. Der Mensch wird in einem zirkulären Ökosystem neu positioniert, in dem alle Handlungen zu uns zurückkehren werden. So werden wir an die zeitliche Begrenzung unserer Existenz, an ihre Verflechtung mit anderen Daseinsformen und unsere Verantwortung im gegenwärtigen Moment erinnert.
mit Magdalena Abele, Benjamin Dittrich, Tuomas A. Laitinen, Cora Marin, Pınar Öğrenci, Broder Burow
MEHR MEER 11/2021–01/2022 Kunst(zeug)haus Rapperswil, Kammgarn West Schaffhausen
70% der Erdoberfläche besteht aus Meeren. Sie enthalten 97% des gesamten Wassers der Erde und geben dem Planeten vom All betrachtet seine blaue Farbe. Mehr als 78% der gesamten Biomasse der Erde lebt im Meer. Die Meere regulieren das Klima. Sie speichern die Hälfte aller CO2-Emissionen und 90% der überschüssigen Wärme aus der Atmosphäre. Alles Wasser der Erde fliesst ins Meer. Die Ausstellung zeigte 18 künstlerische und wissenschaftliche Positionen in einer Nachricht der Künstler:innen und Wissenschaftler:innen an das Jahr 2050 – das Jahr, in dem laut Pariser Klimaabkommen die Wirtschaft klimaneutral sein und die globale Temperatur nicht mehr steigen soll. Die Künstler:innen und Wissenschaftler:innen haben Algen erforscht, die Küste vermessen, die Gezeiten dokumentiert und Küstenstädte der Zukunft gebaut. Die Ausstellung zeigte, wie eng die menschliche Gesellschaft mit dem Meer verbunden ist und wie sich der Klimawandel bereits jetzt auf das Meer auswirkt. Und wie unsere Zukunft gemeinsam mit mehr Meer aussehen könnte.
mit Selma Kozak, Anita Yan Wong, Mitra Tashakori, Aindreas Scholz, Renuka Ramanujam & Jessica Giannotti, Martine van Lubeek, Laura Donkers, Timo Herbst, Buket Yenidogan, Catherine Euale, Julien Masson, Pauline Hegaret, Marie-Julie Bourgeois, Kari Varner, Yu Lin Humm, Robert Fred & Chris Wilmott, Jane Stewart, Neonature
ENTANGLED FORESTS 12/2023–06/2024 Kornhausforum Bern, Zeughausareal Uster, Forum de l'Hotel de Ville Lausanne, CRMI Langenthal
Wälder sind die artenreichsten Lebensräume der Erde. Sie bedecken ein Drittel der Landfläche dieses Planeten und sind Zuhause für mehr als drei Viertel aller Lebewesen an Land. Als riesiges Netzwerk von Verflechtungen zwischen Millionen von Lebensformen und als wichtiger Kohlenstoffspeicher leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zur Regulierung des globalen Klimas. Die Ausstellung zeigte künstlerische und wissenschaftliche Beiträge über Wälder und regte dazu an, unsere Beziehung zum Wald zu reflektieren. Was sind Wälder für uns? Was würden Bäume sagen, könnten sie mit uns sprechen? Und wie sieht die Zukunft des Waldes aus? Die Gruppenausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Plant Ecology Research Lab (PERL) der EPFL in Lausanne. Die Forschungsgruppe untersucht die ökologischen Anpassungsprozesse von Pflanzen unter klimatischem Stress.
mit Krzysztof Wronski, Maja Renn, Hannah Grüninger, Jeje Aljohara, Wolfgang Heuwinkel, Rasa Smite & Raitis Smits, Julia Rigby, Eva Lippert, Stefania Urist, Dor Feldfogel, Bart Ensing, Sandra Köstler, Karolina Majewska, Niklaus Manuel Güdel, Aldebaràn Solares, Robert Ladislas Derr, Bienvenue Studios, Tat-Dat Nguyen, Hendrik Barth